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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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sophie ungeprüft zu Recht bestanden hat? Dass darüber,wasWollen sei, es unter den Philosophen keine Ver-schiedenheit der Meinung gab, weil alle glaubten, hiergerade habe man eine unmittelbare Gewissheit, eineGrund-Thatsache, hier sei Meinen gar nicht am Platze?Und dass alle Logiker noch die DreieinigkeitDenken,Fühlen, Wollen lehren, wie als ob Wollen kein Fühlenund Denken enthalte? Nach Alledem erscheint Schopen-hauers grosser Fehlgriff, als er den Willen wie die be-kannteste Sache von der Welt, ja wie die eigentlich undallein bekannte Sache nahm, weniger toll und willkür-lich: er hat ein ungeheures Vorurtheil aller bisherigenPhilosophen, ein Volks-Vorurtheil, nur übernommen und,wie es im Allgemeinen Philosophen thun, übertrieben.

78.

Wir verstehn einencausalen Zusammenhang nicht;wir sehen aber, wenn ein Factum constatirt werden soll,dass es mehrere Facta in sich begreift. Unsre Analysestellt ein Nacheinander auf. Die Zahlen, die sich dab.eiergeben, bedeuten Nichts für den Zusammenhang seinerErscheinungen unter sich, sondern können irreführen:weil der Mensch in manchen Instincten festgestellt ist,ergiebt sich eine Ähnlichkeit der Zahlenverhältnisse inBezug zu ihm.

Stehen unsre Gedanken in einem causalen, unmittel-baren Verhältniss zu einander? Oder ist deren logischeVerbindung ein Schein? ich meine eine Folge davon, dassdie veranlassenden Vorgänge jedes dieser Gedanken ineiner Verbindung stehen, welche sich uns alsSchlussund dergleichen darstellt. Es sind lauter Endglieder! Oder giebt es ein unmittelbares Einwirken eines