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„Wille“. — In jedem Wollen ist i) eine Mehrheit ?'
von Gefühlen vereinigt: das Gefühl des Zustandes |j
„von dem weg“, das Gefühl des Zustandes „zu dem hin“,das Gefühl von diesem „weg“ und „hin“ selber, dann nochein begleitendes Muskelgefühl, welches, auch ohne dasswir „Arme und Beine“ in Bewegung setzen, durch eineArt Gewohnheit, sobald „wir wollen“, sein Spiel beginnt.
Wie also Fühlen und zwar vielerlei Fühlen als Ingrediensdes Willens anzuerkennen ist, so 2) auch noch Denken:in jedem Willensacte giebt es einen commandirendenGedanken, — und man soll ja nicht glauben, diesen Ge-danken von dem „Wollen“ abscheiden zu können, wieals ob dann noch Wille übrigbliebe! 3) der Wille istnicht nur ein Complex von Fühlen und Denken, sondernvor Allem noch ein Affect: und zwar jener Affect desCommando’s. Das, was „Freiheit des Willens“ genanntwird, ist jener sehr gemischte Zustand des Wollenden,der befiehlt und zugleich als Ausführender den Triumphder Überlegenheit über Widerstände geniesst, der aberurtheilt, der Wille selber überwinde die Widerstände: —er nimmt die Lustgefühle des ausführenden erfolgreichenWerkzeugs — des dienstbaren Willens und Unterwillens —zu seinem Lustgefühle als Befehlender hinzu. — Diesesverflochtene Nest von Gefühlen, Zuständen und falschenAnnahmen, welches vom Volk mit Einem Worte undwie Eine Sache bezeichnet wird, weil es plötzlich und„auf Ein Mal“ da ist und zu den allerhäufigsten, folglich„bekanntesten“ Erlebnissen gehört: der Wille, so wieich ihn hier beschrieben habe •— sollte man es glauben,dass er noch niemals beschrieben worden ist? Dass dasplumpe Vorurtheil des Volkes bisher noch in jeder Philo-