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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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Vorschulung im Gleichsehen, Gleichnehmen-wollen, im An-setzen identischer Fälle und imZählen vorausgegangensein muss, so insgleichen auch dem logischen Schliessen.Das Urtheil ist ursprünglich noch mehr als der Glaubedas und das ist wahr, sonderngerade so und so willich, dass es wahr ist! Der Trieb der Assimilation, jeneorganische Grundfunction, auf der alles Wachsthum be-ruht, passt sich, was es aus der Nähe sich an eignet, auchinnerlich an: der Wille zur Macht fungirt in diesem Ein-begreifen des Neuen unter den Formen des Alten,Schon-Erlebten, im Gedächtniss noch-Lebendigen: undwir heissen es dannBegreifen!

40.

Das abstracte Denken ist für Viele eine Mühsal,für mich, an guten Tagen, ein Fest und ein Rausch.

41.

Das Leben als ein wacher Traum. Je feiner undumfänglicher ein Mensch ist, um so mehr fühlt er dieebenso schauerliche als erhabene Zufälligkeit in seinemLeben, Wollen, Gelingen, Glück, Absicht heraus; erschaudert, wie der Träumer, der einen Augenblick fühltich träume. Der Glaube an die causale Necessität derDinge ruht auf dem Glauben, dass wir wirken; sieht mandie Unbeweisbarkeit des Letzteren ein, so verliert manetwas den Glauben an jenes Erste. Es kommt hinzu,dassErscheinungen unmöglich Ursachen sein können.Ein ungewohntes Ding zurückzuführen auf schon ge-wohnte Dinge, das Gefühl der Fremdheit zu verlieren das gilt unserm Gefühl als Erklären. Wir wollen