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Jahrtausende früher vielleicht auf der Grundlage unvoll-kommner Sprachen sich eine philosophische Sprache aus-dachte, nicht, wie sie meinten, als Zeichenschrift, sondernals Erkenntniss der Welt selber: aber welches „das ist“bisher auch aufgestellt wurde, eine spätere und feinereZeit hat immer wieder daran aufgedeckt, dass es nichtmehr ist, als „das bedeutet“. Noch jetzt ist die eigent-liche Kritik der Begriffe oder (wie ich es einst bezeich-nete) eine wirkliche „Entstehungsgeschichte des Denkens“von den meisten Philosophen nicht einmal geahnt. Mansollte die Werthschätzungen aufdecken und neu ab-schätzen, welche um die Logik herum liegen: z. B. „dasGewisse ist mehr werth, als das Ungewisse“, „das Den-ken ist unsre höchste Function“; ebenso den Optimismusim Logischen, das Siegesbewusstsein in jedem Schlüsse,das Imperativische im Urtheil, die Unschuld im Glaubenan die Begreifbarkeit im Begriff.
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Wie arm sind die Philosophen bisher, wo ihnen nichtdie Sprache, mindestens die Grammatik, im Ganzen Das,was „Volk“ in ihnen ist, soufflirt! In den Worten steckenWahrheiten, mindestens Ahnungen der Wahrheit: dasglauben sie alle steif und fest; daher die Zähigkeit, mitder sie sich an „Subject“, „Leib“, „Seele“, „Geist“ klam-mern. Welches Unheil liegt allein in jenem mumisirtenIrrthum, den das Wort „Abstraction“ birgt! Als ob durchWeglassen und nicht vielmehr durch Unterstreichen, Pler-vorheben, Verstärken Das entstünde, was man damitbezeichnet! So wie jedes Bild, jede Gestalt in uns ent-steht und möglich wird, durch Vergröberung! — Wieder Entstehung der Arithmetik eine lange Übung und