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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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Jahrtausende früher vielleicht auf der Grundlage unvoll-kommner Sprachen sich eine philosophische Sprache aus-dachte, nicht, wie sie meinten, als Zeichenschrift, sondernals Erkenntniss der Welt selber: aber welchesdas istbisher auch aufgestellt wurde, eine spätere und feinereZeit hat immer wieder daran aufgedeckt, dass es nichtmehr ist, alsdas bedeutet. Noch jetzt ist die eigent-liche Kritik der Begriffe oder (wie ich es einst bezeich-nete) eine wirklicheEntstehungsgeschichte des Denkensvon den meisten Philosophen nicht einmal geahnt. Mansollte die Werthschätzungen aufdecken und neu ab-schätzen, welche um die Logik herum liegen: z. B.dasGewisse ist mehr werth, als das Ungewisse,das Den-ken ist unsre höchste Function; ebenso den Optimismusim Logischen, das Siegesbewusstsein in jedem Schlüsse,das Imperativische im Urtheil, die Unschuld im Glaubenan die Begreifbarkeit im Begriff.

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Wie arm sind die Philosophen bisher, wo ihnen nichtdie Sprache, mindestens die Grammatik, im Ganzen Das,wasVolk in ihnen ist, soufflirt! In den Worten steckenWahrheiten, mindestens Ahnungen der Wahrheit: dasglauben sie alle steif und fest; daher die Zähigkeit, mitder sie sich anSubject,Leib,Seele,Geist klam-mern. Welches Unheil liegt allein in jenem mumisirtenIrrthum, den das WortAbstraction birgt! Als ob durchWeglassen und nicht vielmehr durch Unterstreichen, Pler-vorheben, Verstärken Das entstünde, was man damitbezeichnet! So wie jedes Bild, jede Gestalt in uns ent-steht und möglich wird, durch Vergröberung! Wieder Entstehung der Arithmetik eine lange Übung und