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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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an dererkannten Wahrheit nicht zuverbluten. Manmuss in dieser höchsten Gefahr sofort die schöpferischenGrund-Instincte des Menschen heraufrufen, welche stärkersind, als alle Werthgefühle: die, welche die Mütter derWerthgefühle selber sind und im ewigen Gebären überdas ewige Untergehn ihrer Kinder ihre erhabene Tröstunggeniessen. Und zuletzt: welche Gewalt war es denn,welche uns zwang, jenemGlauben an die Wahrheitabzuschwören, wenn es nicht das Leben selber warund alle seine schöpferischen Grund-Instincte? sodasswir also es nicht nöthig haben, dieseMütter herauf-zubeschwören: sie sind schon oben, ihre Augen blickenuns an, wir vollführen eben, wozu deren Zauber uns über-redet hat.

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Wir wollen doch ja uns die Vortheile nicht entgehnlassen, die es hat, das Meiste nicht zu wissen und ineinem kleinen Welt-Winkel zu leben. Der Mensch darfNarr sein, er darf sich auch Gott fühlen, es ist EineMöglichkeit unter so vielen!

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Wille zur Wahrheit und Gewissheit entspringt ausFurcht in der Ungewissheit.

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Wir sind die Erben der unvollkommnen, schlechtenArt, der längsten Art zu beobachten und zu schliessen.Unsere gründlichsten und einverleibtesten Begriffe wer-

Nietzsche, Werke II. Abtheilung, Bd. XIV.

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