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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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wenn ich das All in mein Eigenthum, omnia in mea, ver-wandle und von diesen omnia mea jeden Augenblicksagen kannmecum porto

Im tract. de inteil, emendatione, Op. II p. 413.Ichhabe den Entschluss gefasst zu untersuchen, ob sich Et-was finden Hesse, dessen Besitz mir den Genuss einerdauernden und höchsten Freude ewig gewährte.DieLiebe zu einem ewigen und unendlichen Wesen erfülltdas Gemüth mit einer Freude, die jede Art Trauer aus-schliesst.Das höchste Gut ist die Erkenntniss derEinheit unseres Geistes mit dem Universum.

2) Der natürlich-egoistischeGesichtspunkt: Tugendund Macht identisch. Sie entsagt nicht, sie begehrt; siekämpft nicht gegen, sondern für die Natur: sie ist nichtdie Vernichtung, sondern die Befriedigung des mäch-tigsten Affects. Gut ist, was unsre Macht fördert: bösedas Gegentheil. Tugend folgt aus dem Streben nachSelbsterhaltung.Was wir thun, thun wir, um unsreMacht zu erhalten und zu vermehren.Unter Tugendund Macht verstehe ich dasselbe. Finis = appetitus.Virtus = potentia. Eth. IV, Defin. VII, VIII.

3) Der specifischeDenker verräth sich. Die Er-kenntniss wird Herr über alle anderen Affecte; sie iststärker.Unsere wahre Thätigkeit besteht in der den-kenden Natur, in der vernünftigen Betrachtung. Die Be-gierde zur Thätigkeit = der Begierde vernunftgemäss zuleben.Ich gebe nicht viel auf die Autorität einesPlato, Aristoteles und Sokrates; die Lehre von densubstanziellen Formen (Zweckbegriff in der scholastischenAusdrucksweise) nennt ereine Narrheit unter tausendanderen.

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