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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
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Nichts hat Werth gegenüber dem Werthe klarenFolgerns. Alle anderen Werthe sind nur Folge un-klaren Denkens. Schnöde Verwerfung aller Güter desLebens; beständige Verleumdung von Allem, um Einsin die höchste Höhe zu bringen: das klare Denken.Aller Zweifel rührt davon her, dass die Dinge ohneOrdnung untersucht werden!!!

Woher kommen alle Verstimmungen, Trauer, Furcht,Hass, Neid? Aus Einer Quelle: aus unserer Liebe zuden vergänglichen Dingen. Mit dieser Liebe ver-schwindet auch das ganze Geschlecht jener Begierden.Obgleich ich die Nichtigkeit der Güter der Welt klardurchschaute, so konnte ich doch Habsucht, Sinneslustund Ehrgeiz nicht ganz ablegen. Eins aber erfuhr ich:so lange mein Geist in jener Betrachtung lebte,war er diesen Begierden abgewendet; und diesgereichte mir zu grossem Tröste. Denn daraus sah ich,dass jene Übel nicht unheilbar seien.

Wie bei Schopenhauer: die Begierden schweigenunter der Gewalt der ästhetischen Contemplation. Einepsychologische Erfahrung, falsch und generell ausge-deutet.

Spinozas psychologischer Hintergrund. Spärlich!i) Der hedonistische Gesichtspunkt im Vorder-grund: Worin besteht die beharrliche Freude oderwie kann der freudige Affect verewigt werden?

So lange die Freude sich auf etwas Einzelnes bezieht,ist sie beschränkt und vergänglich; sie wird vollkommen,wenn sie nicht mehr mit den Dingen wechselt, sondernin dem wandellosen Zusammenhänge ruht; sie ist ewig,