eine Gewissheit auf Grund zweier richtigen Urtheile,hinzugerechnet die (jedenfalls nicht „unmittelbare“) Ge-wissheit, dass man ein Recht überhaupt zum Schlüsse,zum ergo hat. Nämlich: in cogito steckt nicht nurirgend ein Vorgang, welcher einfach anerkannt wird —dies ist Unsinn! —, sondern ein Urtheil, dass es der undder Vorgang ist, und wer z. B. nicht zwischen Denken,Fühlen und Wollen zu unterscheiden wüsste, könnte denVorgang gar nicht constatiren. Und in sum oder eststeckt immer noch eine solche begriffliche Ungenauig-keit, dass noch nicht einmal damit fit oder „es wird“abgelehnt ist. „Es geschieht da etwas“ könnte an Stellevon „da giebt es etwas, da existirt etwas, da ist etwas“gesetzt werden.
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Der Glaube an die unmittelbare Gewissheit desDenkens ist ein Glaube mehr, und keine Gewissheit!Wir Neueren sind Alle Gegner des Descartes und wehrenuns gegen seine dogmatische Leichtfertigkeit im Zweifel.„Es muss besser gezweifelt werden als Descartes!“ Wirfinden das Umgekehrte, die Gegenbewegung gegen dieabsolute Autorität der Göttin „Vernunft“ überall, wo estiefere Menschen giebt. Fanatische Logiker brachten eszu Wege, dass die Welt eine Täuschung ist; und dassnur im Denkender Weg zum „Sein“, zum „Unbedingten“gegeben sei. Dagegen habe ich Vergnügen an der Welt,wenn sie Täuschung sein sollte; und über den Verstandder Verständigsten hat man sich immer unter vollstän-digeren Menschen lustig gemacht.