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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Die Ursächlichkeit des Handelns. Der Zweckfalsch angesetzt: Glück a) eigenes (egoistisch), b) fremdes(unegoistisch). Tiefster Mangel an Selbstbesinnung beiSchopenhauer, der auch noch c) fremdes Leid, d) eigenesLeid hinzufügt: was natürlich nur Specificationen desBegriffseigenes Glück sind (a).

Wenn Glück Zweck des Handelns ist, so muss Un-befriedigung dem Handeln vorausgehn: pessimistischeFälschung des Thatbestandes; die Unlust als Motivzum Handeln.

Unlust und Lust Motive; der Wille als ursächlichim Handeln. Vorausgesetzt: dass die ganze Vorgeschichtein der Sphäre des Bewusstseins liegt, dass die eigent-liche Ursächlichkeit eine geistige ist, dass dieSeeleweiss, was sie will, und dass der Werth des Willensactesbedingt ist durch ihr Wissen, dass die Seelefreiist im Willen und folglich

Meine Theorie: Lust, Unlust,Wille,Zweck voll-kommen bloss Begleit-Erscheinungen, niemals ur-sächlich. Alle sogenannte geistige Ursächlichkeit isteine Fiction.

Falsche Consequenz des Glaubens ansego\ derMensch strebt nach Glück. Aber in diesem Sinne giebtes keine Einheit, welchestrebt; und wonach alle Ein-heiten streben, das ist durchaus nicht Glück, Glückist eine Begleiterscheinung beim Auslösen ihrer Kraft.Was handeln macht, ist nicht das Bedürfniss, sonderndie Fülle, welche auf einen Reiz hin sich entladet.Nicht dieUnlust Voraussetzung der Thätigkeit: jene

Nietzsche, Werke II. Abtheilung. Wille zur Macht.

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