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Spannung ist ein grosser Reiz . . . Gegen die pessi-mistische Theorie, als ob alles Handeln auf Los-werden-wollen einer Unbefriedigung hinausgienge, als ob Lustan sich Ziel irgend welchen Handelns wäre . . .
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„Selbstlose“ Handlungen giebt es gar nicht. Hand-lungen, in denen das Individuum seinen eignen Instinctenuntreu wird und nachtheilig wählt, sind Zeichen der de-cadence (eine Menge der berühmtesten sogenannten„Heiligen“ sind einfach durch ihren Mangel an „Egois-mus“ überführt, decadents zu sein —).
Die Handlungen der Liebe, des „Heroismus“ sindso wenig „unselbstisch“, dass sie gerade der Beweiseines sehr starken und reichen Selbst sind: das Abgeben-können steht den „Armen“ nicht frei . . . ebensowenigdie grosse Verwegenheit und Lust am Abenteuer, diezum „Heroismus“ gehört. Nicht „sich opfern“ als Ziel,sondern Ziele durchsetzen, über deren Folgen man ausÜbermuth und Zutrauen zu sich nicht besorgt ist,gleichgültig ist . . .
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Psychologie der sogenannten un egoistischen Hand-lungen: — in Wahrheit sind sie strengstens auf denSelbst-Erlialtungs-Instinct hin regulirt.
Das Umgekehrte ist bei den sogenannten egoisti-schen Handlungen der Fall: hier fehlt gerade der diri-girende Instinct, — das tiefe Bewusstsein des Nützlichenund Schädlichen.
Alle Stärke, Gesundheit, Vitalität zeigt von dervermehrten Spannung hin zum commandirenden In-stinct des Selbst. Alles Locker-werden ist decadence.