Der Selbsterhaltungs-Instinct des Guten, dersich die Zukunft der Menschheit opfert: im Grunde wider-strebt er schon der Politik, — jeder weiteren Per-spective überhaupt, — jedem Suchen, Abenteuern, Un-befriedigt-sein. Er leugnet Ziele, Aufgaben, bei denener nicht zuerst in Betracht kommt. Er ist frech undunbescheiden als „höchster“ Typus und will über Allesnicht nur mitreden, sondern urtheilen. Er fühlt sichDenen überlegen, welche „Schwächen“ haben: diese„Schwächen“ sind die Stärken des Instincts, wozuauch der Muth gehört, sich ihrer nicht zu schämen.
Der Gute als Parasit. Er lebt auf Unkosten desLebens: als Weglügner der Realität, als Gegner dergrossen Instinct-Antriebe des Lebens, als Epikureer eineskleinen Glücks, der die grosse Form des Glücks alsunmoralisch ablehnt.
Da er nicht mit Pfand anlegt und fortwährend Fehl-griffe und Täuschungen verschuldet, so stört er jedeswirkliche Leben und vergiftet es überhaupt durchseinen Anspruch, etwas Höheres darzustellen. In seinerEinbildung, höher zu sein, lernt er nicht, veränderter sich nicht, sondern nimmt Partei für sich, auchwenn er noch so grosses Malheur hervorgebracht hat.
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A. Er erfindet Plandlungen, die es nicht giebt:die unegoistischen, die heiligen;
Vermögen, die es nicht giebt: „Seele“, „Geist“,„freier Wille“ ;
Wesen, die es nicht giebt: „Heilige“, „Gott“,„Engel“;