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Quellen abwarten; in der Einsamkeit sich auf fremdeGesichte und Stimmen vorbereiten; vom Jahrmarkts-Staube und -Lärm dieser Zeit seine Seele immer reinerwaschen; alles Christliche durch ein Überchristlichesüberwinden und nicht nur von sich abthun — denndie christliche Lehre war die Gegenlehre gegen diedionysische —; den Süden in sich wieder entdeckenund einen hellen glänzenden geheimnissvollen Himmeldes Südens über sich aufspannen; die südliche Gesund-heit und verborgene Mächtigkeit der Seele sich wiedererobern; Schritt vor Schritt umfänglicher werden, über-nationaler, europäischer, übereuropäischer, morgenländi-scher, endlich griechischer — denn das Griechischewar die erste g rosse Bindung und Synthesis alles Morgen-ländischen und eben damit der Anfang der europäischenSeele., die Entdeckung unsrer „neuen Welt“ —: werunter solchen Imperativen lebt, wer weiss, was Demeines Tages begegnen kann? Vielleicht eben — einneuer Tag!
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Die zwei Typen: Dionysos und der Gekreuzigte.— Festzustellen: ob der typische religiöse Mensch
eine decadence - Form ist (die grossen Neuerer sind sammtund sonders krankhaft und epileptisch); aber lassen wirnicht den einen Typus des religiösen Menschen aus, denheidnischen? Ist der heidnische Cult nicht eine Formder Danksagung und der Bejahung des Lebens? Müsstenicht sein höchster Repräsentant eine Apologie undVergöttlichung des Lebens sein? Typus eines wohl-gerathenen und entzückt-überströmenden Geistes! Typuseines die Widersprüche und Fragwürdigkeiten des Da-seins in sich hineinnehmenden und erlösenden Geistes!