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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Hierher stelle ich den Dionysos der Griechen: die reli-giöse Bejahung des Lebens, des ganzen, nicht verleugnetenund halbirten Lebens; (typisch dass der Geschlechts-act Tiefe, Geheimniss, Ehrfurcht erweckt).

Dion ysos gegen denGekreuzigten^ da habt ihrden Gegensatz, Es ist nicht eine Differenz hinsichtlichdes Martyriums, nur hat dasselbe einen anderen Sinn.Das Leben selbst, seine ewige Fruchtbarkeit und Wieder-kehr bedingt die Qual, die Zerstörung, den Willen zurVernichtung . . . Im anderen Falle gilt das Leiden, derGekreuzigte als der Unschuldige, als Einwand gegendieses Leben, als Formel seiner Verurtheilung. Manerräth: das Problem ist das vom Sinn des Leidens: obein christlicher Sinn, ob ein tragischer Sinn . . . Imersten Falle soll es der Weg sein zu einem heiligenSein; im letzteren Fall gilt das Sein als heilig genug,um ein Ungeheures von Leid noch zu rechtfertigen. Dertragische Mensch bejaht noch das herb ste Leiden: er ist

verneint noch das glücklichste Los auf Erden: er istschwach, arm, enterbt genug, um in jeder Form nocham Leben zu leiden . . . Der Gott am Kreuz ist einFluch auf das Leben, ein Fingerzeig, sich von ihm zuerlösen; der in Stücke. geschnittene Dionysos ist eineVerheissung des Lebens: es wird ewig wiedergeborenund aus der Zerstörung heimkommen..

stark, voll, vergöttlichend genug dazu; der