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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Zarathustra geht so weit, von sich zu bezeugenichwürde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen ver-stünde . . .

Nochmals gesagt: wie viele neue Götter sind nochmöglich! Zarathustra selbst freilich ist bloss ein alterAtheist: der glaubt weder an alte, noch neue Götter.Zarathustra sagt, er würde; aber Zarathustra wirdnicht . . . Man. verstehe ihn recht.

481.

Und wie viele neue Ideale sind im Grunde nochmöglich! Hier ein kleines Ideal, das ich alle fünfWochen einmal auf einem wilden und einsamen Spazier-gang erhasche, im azurnen Augenblick eines frevelhaftenGlücks. Sein Leben zwischen zarten und absurdenDingen verbringen; der Realität fremd; halb Künstler,halb Vogel und Metaphysikus; ohne Ja und Nein fürdie Realität, es sei denn, dass man sie ab und zu in derArt eines guten Tänzers mit den Fussspitzen anerkennt;immer von irgend einem Sonnenstrahl des Glücks ge-kitzelt; ausgelassen und ermuthigt selbst durch Trübsal

denn Trübsal erhält den Glücklichen; einen kleinenSchwanz von Posse auch noch dem Heiligsten anhängend:

dies, wie sich von selbst versteht, das Ideal einesschweren, zentnerschweren Geistes, eines Geistes derSchwere.

482.

Zu den höchsten und erlauchtesten Menschen-Freuden,in denen das Dasein seine eigene Verklärung feiert,kommen, wie billig, nur die Allerseltensten und Best-gerathenen: und auch diese nur, nachdem sie selber und