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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
Entstehung
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Ich errieth damit, inwiefern eine stärkere Art Menschnothwendig nach einer anderen Seite hin sich die Er-höhung und Steigerung des Menschen ausdenken müsste:höhere Wesen als jenseits von Gut und Böse, als jen-seits von jenen Werthen, die den Ursprung aus derSphäre des Leidens, der Heerde und der Meisten nichtverleugnen können, ich suchte nach den Ansätzendieser umgekehrten Idealbildung in der Geschichte (dieBegriffeheidnisch,classisch,vornehm neu entdecktund hingestellt).

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Den ganzen Umkreis der modernen Seele umlaufen,in jedem ihrer Winkel gesessen zu haben mein Ehr-geiz, meine Tortur und mein Glück.

Wirklich den Pessimismus überwinden; einGoethischer Blick voll Liebe und gutem Willen alsResultat.

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Es ist ganz und gar nicht die erste Frage, ob wirmit uns zufrieden sind, sondern ob wir überhaupt irgendwomit zufrieden sind. Gesetzt, wir sagen Ja zu einemeinzigen Augenblick, so haben wir damit nicht nur zuuns selbst, sondern zu allem Dasein Ja gesagt. Dennes steht Nichts für sich, weder in uns selbst noch in denDingen: und rvenn nur ein einziges Mal unsre Seelewie eine Saite vor Glück gezittert und getönt hat, sowaren alle Ewigkeiten nöthig, um dies Eine Geschehenzu bedingen und alle Ewigkeit war in diesem einzigen^ Augenblick unseres Jasagens gutgeheissen, erlöst, ge-rechtfertigt und bejaht.