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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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böser werden muss, das ist meine Formel für dieseU n ver meidlichkeit.

Die Meisten stellen den Menschen als Stücke undEinzelheiten dar: erst wenn man sie zusammenrechnet,so kommt ein Mensch heraus. Ganze Zeiten, ganzeVölker haben in diesem Sinne etwas Bruchstückhaftes;es eehört vielleicht zur Ökonomie der Menschen-Ent-wicklung, dass der Mensch sich stückweise entwickelt.Deshalb soll man durchaus nicht verkennen, dass essich trotzdem nur um das Zustandekommen des synthe-tischen Menschen handelt: dass die niedrigen Menschen,die ungeheure Mehrzahl bloss Vorspiele und Einübungensmd7 aus deren Zusammenspiel hie und da der ganzeMensch entsteht, der Meilenstein - Mensch, welcher an-zeigt, wie weit bisher die Menschheit vorwärts gekommen.Sie geht nicht in Einem Striche vorwärts; oft geht derschon erreichte Typus wieder verloren ( wir habenz. B. mit aller Anspannung von drei Jahrhunderten nochnicht den Menschen der Renaissance wieder erreicht,und hinwiederum blieb der Mensch der Renaissancehinter dem antiken Menschen zurück).

476.

Mein neuer Weg zumJa.^Philosophie 5 , wie ichsie bisher verstanden und gelebt habe, ist das freiwilligeAufsuchen auch der verabscheuten und verruchten Seitendes Daseins. Aus der langen Erfahrung, welche mireine solche Wanderung durch Eis und Wüste gab, lernteich Alles, was bisher philosophirt hat, anders ansehn:die verborgene Geschichte der Philosophie, die Psycho-logie ihrer grossen Namen kam für mich ans Licht.