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Erst wenn eine Cultur über einen Überschuss vonKräften zu gebieten hat, kann sie auch ein Treibhausfür den Luxus-Cultus der Ausnahme, des Versuchs, derGefahr, der Nuance sein: — jede aristokratische Culturtendirt dahin.
Menschen mittelmässig? Dass er nicht die Kehr-seite der Dinge als nothwendig versteht: dass er dieÜbelstände bekämpft, wie als ob man ihrer entrathenkönne; dass er das Eine nicht mit dem Anderen hin-nehmen will, — dass er den typischen Charaktereines Dinges, eines Zustandes, einer Zeit, einer Personverwischen und auslöschen möchte, indem er nur einenTheil ihrer Eigenschaften gutheisst und die andern ab-schaffen möchte. Die „Wünschbarkeit“ der Mittel-mässigen ist Das, was von uns Anderen bekämpft wird:das Ideal gefasst als Etwas, an dem nichts Schädliches,Böses, Gefährliches, Fragwürdiges, Vernichtendes übrigbleiben soll. Unsere Einsicht ist die umgekehrte: dassmit jedem Wachsthum des Menschen auch seine Kehr-seite wachsen muss, dass der höchste Mensch, gesetztdass ein solcher Begriff erlaubt ist, der Mensch wäre,welcher den Gegensatz-Charakter des Daseins amstärksten darstellte, als dessen Glorie und einzige Recht-fertigung . . . Die gewöhnlichen Menschen dürfen nurein ganz kleines Eckchen und Winkelchen dieses Natur-charakters darstellen: sie gehen alsbald zu Grunde, wenndie Vielfachheit der Elemente und die Spannung derGegensätze wächst, d. h. die Vor be dingung für dieGrösse des Menschen. Dass der Mensch besser und
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Zur Rangordnung. — Was) ist am typischen
Nietzsche, Werke II. Abtheilung. Wille zur Macht.