480
Natur; wo die Macht-Quantitäten als entscheidendeinfach zugestanden werden (als rangbestimmend); woder grosse Stil wieder auftritt, als Folge der grossenLeidenschaft.
472.
Ich möchte die liebenswürdigen Tugenden nichtunterschätzen; aber die Grösse der Seele verträgt sichnicht mit ihnen. Auch in den Künsten schliesst dergrosse Stil das Gefällige aus.
473 -
Zur Grös se gehört die Furchtbarkeit: man lasse sichNichts vormachen.
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Summa: die Herrschaft über die Leidenschaften,nicht deren Schwächung oder Ausrottung! —Je grösserdie Herren-Kraft des Willens ist, um soviel mehr Frei-heit darf den Leidenschaften gegeben werden.
Der „grosse Mensch“ ist gross durch den Freiheits-Spielraum seiner Begierden und durch die noch grössereMacht, welche diese prachtvollen Unthiere in Dienst zunehmen weiss.
Der „gute Mensch“ ist auf jeder Stufe der Civili-sation derQJngefährliche und Nützliche zugleich:eine Art Mitte; der Ausdruck im gemeinen Bewusst-sein davon, vor wem man sich nicht zu fürchtenhat und—weji man trotzdem nicht verachten darf...
(Erziehung^wesentlich das Mitte l, die Ausnahme zuruiniren zu Gunsten der Regel. Bildung:,!' wesentlichdas Mittel, den Geschmack gegen die Ausnahme zurichten zu Gunsten des Mittleren.