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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Natur; wo die Macht-Quantitäten als entscheidendeinfach zugestanden werden (als rangbestimmend); woder grosse Stil wieder auftritt, als Folge der grossenLeidenschaft.

472.

Ich möchte die liebenswürdigen Tugenden nichtunterschätzen; aber die Grösse der Seele verträgt sichnicht mit ihnen. Auch in den Künsten schliesst dergrosse Stil das Gefällige aus.

473 -

Zur Grös se gehört die Furchtbarkeit: man lasse sichNichts vormachen.

474 - |

Summa: die Herrschaft über die Leidenschaften,nicht deren Schwächung oder Ausrottung!Je grösserdie Herren-Kraft des Willens ist, um soviel mehr Frei-heit darf den Leidenschaften gegeben werden.

Dergrosse Mensch ist gross durch den Freiheits-Spielraum seiner Begierden und durch die noch grössereMacht, welche diese prachtvollen Unthiere in Dienst zunehmen weiss.

Dergute Mensch ist auf jeder Stufe der Civili-sation derQJngefährliche und Nützliche zugleich:eine Art Mitte; der Ausdruck im gemeinen Bewusst-sein davon, vor wem man sich nicht zu fürchtenhat undweji man trotzdem nicht verachten darf...

(Erziehung^wesentlich das Mitte l, die Ausnahme zuruiniren zu Gunsten der Regel. Bildung:,!' wesentlichdas Mittel, den Geschmack gegen die Ausnahme zurichten zu Gunsten des Mittleren.