26 7
Ursprung hat: das heisst sowohl das Thun, als derThäter sind fingirt.
262.
Man muss den Phänomenalismus nicht an der falschenStelle suchen: Nichts ist phänomenaler, (oder deutlicher:)Nichts ist so sehr Täuschung, als diese innere Welt,die wir mit dem berühmten „inneren Sinn“ beobachten.
Wir haben den Willen als Ursache geglaubt, bis zudem Maasse, dass wir nach unsrer Personal - Erfahrungüberhaupt eine Ursache in das Geschehen hineingelegthaben (d. h. Absicht als Ursache von Geschehen —).
Wir glauben, dass Gedanke und Gedanke, wie siein uns nacheinander folgen, in irgend einer causalen Ver-kettung stehn: der Logiker insonderheit, der thatsächlichvon lauter Fällen redet, die niemals in der WirklichkeitVorkommen, hat sich an das Vorurtheil gewöhnt, dassGedanken Gedanken verursachen —.
Wir glauben — und selbst unsre Philosophen glaubenes noch —, dass Lust und Schmerz Ursache sind vonReactionen, dass es der Sinn von Lust und Schmerz ist,Anlass zu Reactionen zu geben. Man hat Lust und dasVermeiden der Unlust geradezu Jahrtausende lang alsMotive für jedes Handeln aufgestellt. Mit einiger Be-sinnung dürften wir zugeben, dass Alles so verlaufenwürde, nach genau derselben Verkettung der Ursachenund Wirkungen, wenn diese Zustände „Lust und Schmerz“fehlten: und man täuscht sich einfach, zu behaupten, dasssie irgend Etwas verursachen: — es sind Begleit-erscheinungen mit einer ganz andern Finalität, als der,Reactionen hervorzurufen; es sind bereits Wirkungeninnerhalb des eingeleiteten Processes der Reaction . . .