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Ich halte die Phänomenalität auch der innerenWelt fest: Alles, was uns bewusst wird, ist durchund durch erst zurechtgemacht, vereinfacht, schematisirt,ausgelegt, — der wirkliche Vorgang der inneren„Wahrnehmung“, die Causal Vereinigung zwischen Ge-danken, Gefühlen, Begehrungen, zwischen Subject undObject ist uns absolut verborgen — und vielleicht einereine Einbildung. Diese „scheinbare innere Welt“ ist mitganz denselben Formen und Proceduren behandelt, wiedie „äussere“ Welt. Wir stossen nie auf „Tliatsachen“:Lust und Unlust sind späte und abgeleitete Intellect-Phänomene . . .
Die „Ursächlichkeit“ entschlüpft uns; zwischen Ge-danken ein unmittelbares ursächliches Band anzunehmen,wie es die Logik thut — das ist Folge der allergröbstenund plumpsten Beobachtung. Zwischen zwei Gedankenspielen noch alle möglichen Affecte ihr Spiel: aberdie Bewegungen sind zu rasch, deshalb verkennen wirsie, leugnen wir sie . . .
„Denken“, wie es die Erkenntnisstheoretiker ansetzen,kommt gar nicht vor: das ist eine ganz willkürlicheFiction, erreicht durch Heraushebung Eines Elementesaus dem Process und Subtraction aller übrigen, eine künst-liche Zurechtmachung zum Zwecke der Verständlichung...
Der „Geist“, Etwas, das denkt: womöglich gar„der Geist absolut, rein, pur“ — diese Conception isteine abgeleitete zweite Folge der falschen Selbstbeobach-tung, welche an „Denken“ glaubt: hier ist erst ein Actimaginirt, der gar nicht vorkommt, „das Denken“, undzweitens ein Subject -Substrat imaginirt, in dem jederAct dieses Denkens und sonst nichts Anderes seinen