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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
Entstehung
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Der Wille zur Macht als Erkenntniss.

260.

Es wird gedacht: folglich giebt es Denkendes:darauf läuft die Argumentation des Cartesius hinaus. Aberdas heisst, unsern Glauben an den Substanzbegriff schonalswahr a priori ansetzen: dass, wenn gedachtwird, es Etwas geben muss,das denkt, ist einfach eineFormulirung unserer grammatischen Gewöhnung, welchezu einem Thun einen Thäter setzt. Kurz, es wird hierbereits ein logisch - metaphysisches Postulat gemachtund nicht nur constatirt . . . Auf dem Wege desCartesius kommt man nicht zu etwas absolut Gewissem,sondern nur zu einem Factum eines sehr starkenGlaubens.

Reducirt man den Satz aufes wird gedacht, folg-lich giebt es Gedanken, so hat man eine blosse Tauto-logie: und gerade Das, was in Frage steht,die Realitätdes Gedankens, ist nicht berührt, nämlich in dieserForm ist dieScheinbarkeit des Gedankens nicht ab-zuweisen. Was aber Cartesius wollte, ist, dass der Ge-danke nicht nur eine scheinbare Realität hat, sondernan sich.