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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Man kann das Christenthum nicht genug verurtheilen,weil es den Werth einer solchen reinigenden grossenNihilismus-Bewegung, wie sie vielleicht im Gange war,durch den Gedanken der unsterblichen Privat-Person ent-wertet hat: insgleichen durch die Hoffnung auf Auf-erstehung: kurz, immer durch ein Abhalten von derThat des Nihilismus, dem Selbstmord ... Es sub-stituirte den langsamen Selbstmord; allmählich ein kleines,armes, aber dauerhaftes Leben; allmählich ein ganz ge-wöhnliches, bürgerliches, mittelmässiges Leben u. s. w.

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Das Christenthum als eine Entnatürlichung derHeerdenthier-Moral: unter absolutem Missverständnissund Selbstverblendung. Die Demokratisirung ist einenatürlichere Gestalt derselben, eine weniger verlogene.

Thatsache: die Unterdrückten, die Niedrigen, dieganze grosse Menge von Sclaven und Halbsclavenwollen zur Macht.

Erste Stufe: sie machen sich frei, sie lösen sichaus, imaginär zunächst, sie erkennen sich untereinander an, sie setzen sich durch.

Zweite Stufe: sie treten in Kampf, sie wollen An-erkennung, gleiche Rechte,Gerechtigkeit.

Dritte Stufe: sie wollen die Vorrechte ( sie ziehendie Vertreter der Macht zu sich hinüber).

Vierte Stufe: sie wollen die Macht allein, und siehaben sie . . .

Im Christenthum sind drei Elemente zu unter-scheiden: a) die Unterdrückten aller Art, b) die Mittel-mässigen aller Art, c) die Unbefriedigten und Kranken