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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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aller Art. Mit dem ersten Element kämpft es gegendie politisch Vornehmen und deren Ideal; mit demzweiten Element gegen die Ausnahmen und Privile-girten (geistig, sinnlich) jeder Art; mit dem drittenElement gegen den Natur-Instinct der Gesunden undGlücklichen.

Wenn es zum Siege kommt, so tritt das zweiteElement in den Vordergrund; denn dann hat das Christen-thum die Gesunden und Glücklichen zu sich überredet(als Krieger für seine Sache), insgleichen die Mächtigen(als interessirt wegen der Überwältigung der Menge),und jetzt ist es der Heerden-Instinct, die in jedemBetracht werthvolle Mittelmaass-Natur, die ihre höchsteSanction durch das Christenthum bekommt. Diese Mittel-maass-Natur kommt endlich so weit sich zum Bervusst-sein ( gewinnt den Muth zu sich), dass sie auchpolitisch sich die Macht zugesteht . . .

Die Demokratie ist das vernatürlichte Christen-thum: eine ArtRückkehr zur Natur, nachdem es durcheine extreme Antinatürlichkeit von der entgegengesetztenWerthung überwunden werden konnte. Folge: dasaristokratische Ideal entnatürlicht sich nunmehr (derhöhere Mensch,vornehm,Künstler,Leidenschaft,Erkenntniss; Romantik als Cultus der Ausnahme,Genie u. s. w.).

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Das Evangelium: die Nachricht, dass den Niedrigenund Armen ein Zugang zum Glück offen steht, dassman Nichts zu thun hat als sich von der Institution, derTradition, der Bevormundung der oberen Stände loszu-machen: insofern ist die Heraufkunft des ChristenthumsNichts weiter, als die typische Socialisten-Lehre.

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