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Es ist der Gipfel der psychologischen Verlogenheitdes Menschen, sich ein Wesen als Anfang und „An-sich“nach seinem Winkel-Maassstab des ihm gerade gut, weise,mächtig, werthvoll Erscheinenden herauszurechnen — unddabei die ganze Ursächlichkeit, vermöge deren über-haupt irgendwelche Güte, irgendwelche Weisheit, irgend-welche Macht besteht und Werth hat, wegzudenken.Kurz, Elemente der spätesten und bedingtesten Herkunftals nicht entstanden, sondern als „an sich“ zu setzen undwomöglich gar als Ursache alles Entstehens überhaupt...Gehen wir von der Erfahrung aus, von jedem Falle, woein Mensch sich bedeutend über das Maass des Mensch-lichen erhoben hat, so sehen wir, dass jeder hohe Gradvon Macht Freiheit von Gut und Böse ebenso, wie von„Wahr“ und „Falsch“ in sich schliesst und Dem, wasGüte will, keine Rechnung gönnen kann: wir begreifendasselbe noch einmal für jeden hohen Grad von Weis-heit — die Güte ist in ihr ebenso aufgehoben als dieWahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Tugend und andere Volks-Velleitäten der Werthung. Endlich jeder hohe Grad vonGüte selbst: ist es nicht ersichtlich, dass er bereits einegeistige Myopie und Unfeinheit voraussetzt? insgleichendie Unfähigkeit, zwischen wahr und falsch, zwischennützlich und schädlich auf eine grössere Entfernung hinzu unterscheiden? gar nicht davon zu reden, dass einhoher Grad von Macht in den Händen der höchstenGüte die unheilvollsten Folgen („die Abschaffung desÜbels“) mit sich bringen würde? — In der That, mansehe nur an, was der „Gott der Liebe“ seinen Gläubigenfür Tendenzen eingiebt: sie ruiniren die Menschheit zuGunsten des „Guten“. — In praxi hat sich derselbe Gott