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gewesen, christliche Politik zu machen . . . ; und wennReformatoren Politik treiben, wie Luther, so weiss man,dass sie eben solche Anhänger Macchiavell’s sind wieirgend welche Immoralisten oder Tyrannen.
146.
„Glaube“ oder „Werke“? — Aber dass zum„Werke“, zur Gewohnheit bestimmter Werke sich einebestimmte Werthschätzung und endlich Gesinnunghinzuerzeugt, ist ebenso natürlich, als es unnatürlich ist,dass aus einer blossen Werthschätzung „Werke“ hervor-gehn. Man muss sich üben, nicht in der Verstärkungvon Werthgefühlen, sondern im Thun; man muss erstEtwas können . . . Der christliche DilettantismusLuther’s. Der Glaube ist eine Eselsbrücke. Der Hinter-grund ist eine tiefe Überzeugung Luther’s und seinesGleichen von ihrer Unfähigkeit zu christlichen Werken,eine persönliche Thatsache, verhüllt unter einem extremenMisstrauen darüber, ob nicht überhaupt jedwedes ThunSünde und vom Teufel ist: sodass der Werth der Existenzauf einzelne hochgespannte Zustände der Unthätigkeitfällt (Gebet, Effusion u. s. w.). — Zuletzt hätte er Recht:die Instincte, welche sich im ganzen Thun der Refor-matoren ausdrücken, sind die brutalsten, die es giebt.Nur in der absoluten Wegwendung von sich, in derVersenkung in den Gegensatz, nur als Illusion(„Glaube“) war ihnen das Dasein auszuhalten.
147.
Die Christen haben niemals die Handlungen prakti-cirt, welche ihnen Jesus vorgeschrieben hat, und das un-