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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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3) Es bleibt eine Consequenz des Willens zur Lust und zu Nichts weiter! DieSeligkeit gilt als Etwas,das sich selbst beweist, das keine Rechtfertigung mehrbraucht, alles Übrige (die Art leben und leben lassen)ist nur Mittel zum Zweck . . .

Aber das ist niedrig gedacht: die Furcht vor demSchmerz, vor der Verunreinigung, vor der Verderbnissselbst als ausreichendes Motiv, Alles fahren zu lassen . . .Dies ist eine arme Denkweise, Zeichen einer erschöpftenRasse; man soll sich nicht täuschen lassen. (Werdet wiedie Kinder. Die verwandte Natur: Franz von Assisi,neurotisch, epileptisch, Visionär, wie Jesus.)

144.

Sehen wir, wasder echte Christ mit Alledem an-fängt, was seinem Instincte sich widerräth: die Be-schmutzung und Verdächtigung des Schönen, desGlänzenden, des Reichen, des Stolzen, des Selbstgewissen,des Erkennenden, des Mächtigen in summa derganzen Cultur: seine Absicht geht dahin, ihr das guteGewissen zu nehmen . . .

145-

Das Christenthum ist möglich als privateste Da-seinsform; es setzt eine enge, abgezogene, vollkommenunpolitische Gesellschaft voraus, es gehört ins Con-ventikel. Einchristlicher Staat, einechristlichePolitik dagegen ist eine Schamlosigkeit, eine Lüge,etwa wie eine christliche Heerführung, welche zuletztdenGott der Heerschaaren als Generalstabschef be-handelt. Auch das Papstthum ist niemals im Stande