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3) Es bleibt eine Consequenz des Willens zur Lust— und zu Nichts weiter! Die „Seligkeit“ gilt als Etwas,das sich selbst beweist, das keine Rechtfertigung mehrbraucht, — alles Übrige (die Art leben und leben lassen)ist nur Mittel zum Zweck . . .
Aber das ist niedrig gedacht: die Furcht vor demSchmerz, vor der Verunreinigung, vor der Verderbnissselbst als ausreichendes Motiv, Alles fahren zu lassen . . .Dies ist eine arme Denkweise, Zeichen einer erschöpftenRasse; man soll sich nicht täuschen lassen. („Werdet wiedie Kinder“ —. Die verwandte Natur: Franz von Assisi,neurotisch, epileptisch, Visionär, wie Jesus.)
144.
Sehen wir, was „der echte Christ“ mit Alledem an-fängt, was seinem Instincte sich widerräth: — die Be-schmutzung und Verdächtigung des Schönen, desGlänzenden, des Reichen, des Stolzen, des Selbstgewissen,des Erkennenden, des Mächtigen — in summa derganzen Cultur: seine Absicht geht dahin, ihr das guteGewissen zu nehmen . . .
145-
Das Christenthum ist möglich als privateste Da-seinsform; es setzt eine enge, abgezogene, vollkommenunpolitische Gesellschaft voraus, — es gehört in’s Con-ventikel. Ein „christlicher Staat“, eine „christlichePolitik“ dagegen ist eine Schamlosigkeit, eine Lüge,etwa wie eine christliche Heerführung, welche zuletztden „Gott der Heerschaaren“ als Generalstabschef be-handelt. Auch das Papstthum ist niemals im Stande