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die Erde hat nicht angefangen, fruchtbar zu sein ohneArbeit; die Weiber gebären nicht ohne Schmerzen Kinder;die Krankheit hat nicht aufgehört; die Gläubigsten be-finden sich hier so schlecht wie die Ungläubigsten. Nurdass der Mensch vom Tode und von der Sünde be-freit ist — Behauptungen, die keine Controle zulassen—, das hat die Kirche umso bestimmter behauptet. „Erist frei von Sünde“ — nicht durch sein Thun, nicht durcheinen rigorosen Kampf seinerseits, sondern durch dieThat der Erlösung freigekauft — folglich vollkommen,unschuldig, paradiesisch . . .
Das wahre Leben nur ein Glaube (d. h. ein Selbst-betrug, ein Irrsinn). Das ganze ringende, kämpfende,wirkliche Dasein voll Glanz und Finsterniss nur einschlechtes, falsches Dasein: von ihm erlöst werden istdie Aufgabe.
„Der Mensch unschuldig, müssig, unsterblich, glück-lich“ — diese Conception der „höchsten Wünschbarkeit“ist vor Allem zu kritisiren. Warum ist die Schuld, dieArbeit, der Tod, das Leiden (und, christlich geredet, dieErkenntniss . . .) wider die höchste Wünschbarkeit?— Die faulen christlichen Begriffe „Seligkeit“, „Unschuld“.„Unsterblichkeit“ — — —
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Der höhere Mensch unterscheidet sich von demniederen in Hinsicht auf die Furchtlosigkeit und dieHerausforderung des Unglücks: es ist ein Zeichen vonRückgang, wenn eudämonistische Werthmaasse alsoberste zu gelten anfangen (— physiologische Ermüdung,Willens-Verarmung —). Das Christenthum mit seinerPerspective auf „Seligkeit“ ist eine typische Denkweise