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B. In anderem Betracht ist es nicht nöthig, sondernextrem schädlich, wirkt aber anziehend und verführend,weil es dem morbiden Charakter ganzer Schichten,ganzer Typen der jetzigen Menschheit entspricht . . .sie geben ihrem Hange nach, indem sie christlich aspiriren— die däcadents aller Art —
Man hat hier zwischen A. und B. streng zu scheiden.Im Fall A. ist Christenthum ein Heilmittel, mindestensein Bändigungsmittel (— um damit unter Umständen krankzu machen: was nützlich sein kann, um die Wüstheit undRoheit zu brechen). Im Fall B. ist es ein Symptomder Krankheit selbst, vermehrt die decadence; hierwirkt es einem corroborirenden System der Behand-lung entgegen, hier ist es der Kranken - Instinct gegenDas, was ihm heilsam ist —
141.
Gott schuf den Menschen glücklich, müssig, un-schuldig und unsterblich: unser wirkliches Leben ist einfalsches, abgefallenes, sündhaftes Dasein, eine Straf-Existenz . . . Das Leiden, der Kampf, die Arbeit, derTod werden als Einwände und Fragezeichen gegen dasLeben abgeschätzt, als etwas Unnatürliches, Etwas, dasnicht dauern soll; gegen das man Heilmittel braucht —und hat! ...
Die Menschheit hat von Adam an bis jetzt sich ineinem unnormalen Zustande befunden: Gott selbst hatseinen Sohn für die Schuld Adam’s hergegeben, um diesemunnormalen Zustande ein Ende zu machen: der natür-liche Charakter des Lebens ist ein Fluch; Christus giebtDem, der an ihn glaubt, den Normal-Zustand zurück: ermacht ihn glücklich, müssig und unschuldig. — Aber