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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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ungefähr Cultur-Zustände erreicht, in denen es seine ur-sprüngliche Bestimmung erfüllen kann ein Niveau, zudem es gehört, in dem es sich rein zeigen kann...

Unser Vorrang: wir leben im Zeitalter der Ver-gleichung, wir können nachrechnen, wie nie nach-gerechnet worden ist: wir sind das Selbstbewusstsein derHistorie überhaupt . . . Wir geniessen anders, wir leidenanders: die Vergleichung eines unerhörten Vielfachen istunsre instinctivste Thätigkeit . . . Wir verstehen Alles,wir leben Alles, wir haben kein feindseliges Gefühl mehrin uns . . . Ob wir selbst dabei schlecht wegkommen,unsre entgegenkommende und beinahe liebevolle Neugierdegeht ungescheut auf die gefährlichsten Dinge los . . .

Alles ist gut" es kostet uns Mühe, zu verneinen.Wir leiden, wenn wir einmal so unintelligent werden,Partei gegen Etwas zu nehmen . . . Im Grunde erfüllenwir Gelehrten heute am besten die Lehre Christi

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Christianismi et Buddhismi essentia. Ge-meinsam: der Kampf gegen die feindseligen Gefühlediese als Quell des Übels erkannt. DasGlück: nurals innerlich, Indifferenz gegen den Anschein undPrunk des Glücks.

Buddhismus: Loskommen-wollen vom Leben, philo-sophische Klarheit: einem hohen Grade von Geistig-keit entsprungen, mitten aus den höheren Ständen.

Christlichkeit: will im Grunde Dasselbe ( schondie jüdische Kirche ist ein de'cadence-Phanomendes Lebens), aber, gemäss einer tiefen Uncultur,ohne Wissen um Das, was man will; hängenbleibend bei derSeligkeit als Ziel . . .