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Die kräftigsten Instincte des Lebens nicht mehr alslustvoll empfunden, vielmehr als Leidens-Ursachen:
für den Buddhisten: insofern diese Instincte zumHandeln antreiben (das Handeln aber als Unlustgilt . . .);
für den Christen: insofern sie Anlass zu Feind-schaft und Widerspruch geben (das Feind-sein,das Wehe-thun aber als Unlust, als Störung des„Seelen-Friedens“ gilt).
136.
Unser Zeitalter ist in einem gewissen Sinne reif(nämlich decadent) , wie es die Zeit Buddha’s war . . .Deshalb ist eine Christlichkeit ohne die absurden Dogmenmöglich . . .
Buddhismus, Christlichkeit sind Schluss-Religionen:jenseits der Cultur, der Philosophie, der Kunst, des Staats.
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Buddha geg'en den „Gekreuzigten“. — Innerhalbder nihilistischen Bewegung darf man immer noch diechristliche und die buddhistische scharf auseinander-halten. Die buddhistische drückt einen schönenAbend aus, eine vollendete Süssigkeit und Milde, — esist Dankbarkeit gegen Alles, was hinten liegt; mit ein-gerechnet, was fehlt: die Bitterkeit, die Enttäuschung,die Rancune; zuletzt: die hohe geistige Liebe; das Raffi-nement des philosophischen Widerspruchs ist hinter ihm,auch davon ruht es aus: aber von diesem hat es nochseine geistige Glorie und Sonnenuntergangs-Gluth. * (— Her-kunft aus den obersten Kasten —.) Die christliche