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achtbaren Gesellschaft, abseits selbst vom Gerüche derCultur aufgewachsen, ohne Zucht, ohne Wissen, ohnejede Ahnung davon, dass es in geistigen Dingen Ge-wissen geben könnte, eben — Juden: instinctiv klug, mitallen abergläubischen Voraussetzungen, mit der Unwissen-heit selbst einen Vorzug, eine Verführung zu schaffen.
126.
Im neuen Testament, speciell in den Evangelienhöre ich durchaus nichts „Göttliches“ reden: vielmehreine indirecte Form der abgrüjidlichstenVerleumdungs-und Vernichtungswuth — eine der unehrlichsten Formendes Hasses. Es fehlt alle Kenntniss der Eigenschafteneiner höheren Natur. Ungescheuter Missbrauch allerArt Biedermännerei; der ganze Schatz von Sprüchwörternist ausgenützt und angemaasst; war es nöthig, dass einGott kommt, um jenen Zöllnern zu sagen u. s. w. —
Nichts ist gewöhnlicher als dieser Kampf gegen diePharisäer mit Hülfe einer absurden und unpraktischenMoral-Scheinbark eit; an solchem tour de force hat dasVolk immer sein Vergnügen gehabt. Vorwurf der„Heuchelei“! aus diesem Munde! Nichts ist gewöhn-licher als die Behandlung der Gegner — ein Indiciumverfänglichster Art für Vornehmheit oder nicht . . .
127.
Die tiefe Verachtung, mit der der Christ in dervornehm gebliebenen antiken Welt behandelt wurde, ge-hört ebendahin, wohin heute noch die Instinct- Abneigunggegen den Juden gehört: es ist der Hass der freien undselbstbewussten Stände gegen Die, welche sich durch-