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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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reineren Luft, der überlegenen Geistigkeit des schnellerenSchrittes, der freigewordenen und überschüssigen zukunfts-gewissen Kraft! Im ganzen neuen Testament kommtkeine einzige bouffonerie vor: aber damit ist ein Buchwiderlegt . . .

124.

Der Krieg gegen die Vornehmen und Mächtigen,wie er im neuen Testament geführt wird, ist ein Kriegwie der des Reineke und mit gleichen Mitteln: nurimmer in priesterlicher Salbung und in entschiedenerAblehnung, um seine eigne Schlauheit zu wissen.

125.

Nichts ist weniger unschuldig als das neue Testa-ment. Man weiss, auf welchem Boden es gewachsen ist.Dies Volk, mit einem unerbittlichen Willen zu sich selbst,das sich, nachdem es jeden natürlichen Halt verlorenund sein Recht auf Dasein längst eingebüsst hatte, den-noch durchzusetzen wusste und dazu nöthig hatte, sichganz und gar auf unnatürliche, rein imaginäre Voraus-setzungen (als auserwähltes Volk, als Gemeinde derHeiligen, als Volk der Verheissung, alsKirche) auf-zubauen: dies Volk handhabte die fiia fr aus mit einerVollendung, mit einem Gradguten Gewissens, dassman nicht vorsichtig genug sein kann, wenn es Moralpredigt. Wenn Juden als die Unschuld selber auftreten,da ist die Gefahr gross geworden: man soll seinenkleinen Fond Verstand, Misstrauen, Bosheit immer inder Hand haben, wenn man das neue Testament liest.

Leute niedrigster Herkunft, zum Theil Gesindel, dieAusgestossenen nicht nur der guten, sondern auch der