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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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das ewig-Verwerfliche und Verworfene sei. Der un-sinnigste Hass gegen Alles, was in der Macht ist:aber ohne daran zu rühren! Eine Art von innerlicherLoslösung, welche äusserlich Alles beim Alten lässt(Dienstbarkeit und Sclaverei; aus Allem sich ein Mittelzum Dienste Gottes und der Tugend zu machen wissen).

122.

Wenn man auch noch so bescheiden in seinem An-spruch auf intellectuelle Sauberkeit ist, man kann nichtverhindern, bei der Berührung mit dem neuen Testamentetwas wie ein unaussprechliches Missbehagen zu em-pfinden: denn die zügellose Frechheit des Mitreden-wollens Unberufenster über die grossen Probleme, jaihr Anspruch auf Richterthum in solchen Dingen über-steigt jedes Maass. Die unverschämte Leichtfertigkeit,mit der hier von den unzugänglichsten Problemen (Leben,Welt, Gott, Zweck des Lebens) geredet wird, wie als obsie keine Probleme wären, sondern einfach Sachen, diediese kleinen Mucker wissen!

123.

AVie wenig liegt am Gegenstand! Der Geist ist es,der lebendig macht! Welche kranke und verstockte Luftmitten aus all dem aufgeregten Gerede vonErlösung,Liebe, Seligkeit, Glaube, Wahrheit,ewigem Leben!Man nehme einmal ein eigentlich heidnisches Buchdagegen, z. B. Petronius, wo im Grunde Nichts gethan,gesagt, gewollt und geschätzt wird, was nicht, nacheinem christlich-muckerischen Werthmaass, Sünde, selbstTodsünde ist. Und trotzdem: welches Wohlgefühl in der