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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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es schuf, erzwingt eine grundsätzliche Bekämpfung seinerselber.

Nur als Friedens- und Unschuldspartei hatdiese Aufstandsbewegung eine Möglichkeit auf Erfolg:sie muss siegen durch die extreme Milde, Süssigkeit,Sanftmuth, ihr Instinct begreift das. Kunststück:den Trieb, dessen Ausdruck man ist, leugnen, verur-theilen, das Gegenstück dieses Triebes durch die Thatund das Wort beständig zur Schau tragen.

107.

Daschristliche Ideal: jüdisch klug in Scenegesetzt. Die psychologischen Grundtriebe, seineNatur:

der Aufstand gegen die herrschende geistlicheMacht;

Versuch, die Tugenden, unter denen das Glückder Niedrigsten möglich ist, zum richterlichenIdeal aller Werthe zu machen, es Gott zuheissen: der Erhaltungs-Instinct der lebensärmstenSchichten;

die absolute Enthaltung von Krieg, Widerstandaus dem Ideal zu rechtfertigen, insgleichenden Gehorsam;

die Liebe unter einander, als Folge der Liebe zuGott. Gegen die Sünde ein allzeit bereites undletztes Mittel . . .

Kunstgriff: alle natürlichen mobilia ableugnenund umkehren ins Geistlich-Jenseitige . . . die Tugendund deren Verehrung ganz und gar für sich ausnützen,schrittweise sie allem Nicht-Christlichen absprechen.