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satz scharf von sich abzuheben, nicht auf die „Werke“,sondern die „Gesinnung“ den Werth legte . . .
Im Grunde handelte es sich wieder darum, einebestimmte Art von Seele durchzusetzen: gleichsamein Volks-Aufstand innerhalb eines priesterlichenVolkes, — eine pietistische Bewegung von Unten (Sünder,Zöllner, Weiber, Kranke). Jesus von Nazareth war dasZeichen, an dem sie sich erkannten. Und wieder, um ansich glauben zu können, brauchen sie eine theologischeTransfiguration: nichts Geringeres als „der Sohn
Gottes“ thut ihnen noth, um sich Glauben zu schaffen . . .Und g-enau so, wie die Priesterschaft die ganze GeschichteIsraels verfälscht hatte, so wurde nochmals der Versuchgemacht, überhaupt die Geschichte der Menschheit hierumzufälschen, damit das Christenthum als sein car-dinalstes Ereigniss erscheinen könne. Diese Bewegungkonnte nur auf dem Boden des Judenthums entstehen:dessen Hauptthat war, Schuld und Unglück zu ver-flechten und alle Schuld auf Schuld an Gott zu redu-ciren: davon ist das Christenthum die zweite Potenz.
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Die Gläubigen sind sich bewusst, dem ChristenthumUnendliches zu verdanken, und schliessen folglich, dassdessen Urheber eine Personnage ersten Ranges sei . . .Dieser Schluss ist falsch, aber es ist der typische Schlussder Verehrenden. Objectiv angesehn, wäre möglich,erstens, dass sie sich irrten über den Werth Dessen,was sie dem Christenthum verdanken: Überzeugungenbeweisen Nichts für Das, wovon man überzeugt ist, beiReligionen begründen sie eher noch einen Verdacht da-gegen ... Es wäre zweitens möglich, dass, was dem