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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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dung selbst von Organen, deren Energie die Voraussetzungjeder Wiederkehr der Gesundheit ist. Und besten Fallswird nicht geheilt, sondern nur eine Symptomen - Reihedes Übels in eine andere eingetauscht ... Und diesergefährliche Unsinn, das System der Schändung und Ver-schneidung des Lebens gilt als heilig, als unantastbar;in seinem Dienste leben, Werkzeug dieser Heilkunst sein,Priester sein hebt heraus, macht ehrwürdig, macht heiligund unantastbar selbst. Nur die Gottheit kann die Ur-heberin dieser höchsten Heilkunst sein: nur als Offen-barung ist die Erlösung begreiflich, als Act derGnade, als unverdientestes Geschenk, das der Creaturgemacht ist.

Erster Satz: die Gesundheit der Seele wird alsKrankheit angesehn, misstrauisch . . .

Zweiter Satz: die Voraussetzungen für ein starkesund blühendes Leben, die starken Begehrungenund Leidenschaften, gelten als Einwände gegenein starkes und blühendes Leben.

Dritter Satz: Alles, woher dem Menschen Gefahrdroht, Alles, was über ihn Herr werden und ihnzu Grunde richten kann, ist böse, ist verwerflich, ist mit der Wurzel aus seiner Seele aus-zureissen.

Vierter Satz: der Mensch, ungefährlich gemacht,gegen sich und Andre, schwach, niedergeworfenin Demuth und Bescheidenheit, seiner Schwächebewusst, derSünder, das ist der wünsch-barste Typus, der, welchen man mit einigerChirurgie der Seele auch hersteilen kann . . .