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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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und Scham an allem Natürlichen, als Verneinung desLebens, als Krankheit und habituelle Schwäche ... dieSchwächung als Verzichtleisten auf Rache, auf Wider-stand, auf Feindschaft und Zorn.

Der Fehlgriff in der Behandlung: man will dieSchwäche nicht bekämpfen durch ein Systeme fortifiant,sondern durch eine Art Rechtfertigung und Morali-sirung: d. h. durch eine Auslegung . . .

Die Verwechslung zweier gänzlich verschiedenenZustände: z. B. die Ruhe der Stärke, welche wesent-lich Enthaltung der Reaction ist (der Typus der Götter,welche Nichts bewegt), und die Ruhe der Er-schöpfung, die Starrheit, bis zur Anästhesie. Allephilosophisch - asketischen Proceduren streben nach derzweiten, aber meinen in der That die erste . . . denn sielegen dem erreichten Zustande die Prädicate bei, wie alsob ein göttlicher Zustand erreicht sei.

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Das gefährlichste Missverständniss. Esgiebt einen Begriff, der anscheinend keine Verwechslung,keine Zweideutigkeit zulässt: das ist der der Erschöpfung.Diese kann erworben sein; sie kann ererbt sein,in jedem Falle verändert sie den Aspect der Dinge,den Werth der Dinge . . .

Im Gegensatz zu Dem, der aus der Fülle, welche erdarstellt und fühlt, unfreiwillig abgiebt an die Dinge,sie voller, mächtiger, zukunftsreicher sieht, der jeden-falls schenken kann, verkleinert und verhunzt derErschöpfte Alles, was er sieht, er verarmt den Werth:er ist schädlich . . .