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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Und man hat ihn missverstanden! Hat man ihnmissverstanden? . . Fünf Sechstel der modernen Künstlersind in seinem Falle. Wagner ist ihr Retter: fünfSechstel sind übrigens diegeringste Zahl. Jedesmal,wo die Natur sich unerbittlich gezeigt hat und woandrerseits die Cultur ein Zufall, eine Tentative, einDilettantismus blieb, wendet sich jetzt der Künstler mitInstinct, was sage ich? mit Begeisterung an Wagner:halb zog er ihn, halb sank er hin, wie der Dichter sagt.

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Wir entbehren in der Musik einer Ästhetik, die denMusikern Gesetze aufzulegen verstünde und ein Gewissenschüfe; wir entbehren, was eine Folge davon ist, eineseigentlichen Kampfes umPrincipien denn alsMusiker lachen wir über die Herbartschen Velleitätenauf diesem Gebiete ebenso sehr, als über die Schopen-hauers. Thatsächlich ergiebt -sich hieraus eine grosseSchwierigkeit: wir wissen die BegriffeMuster,Meister-schaft,Vollkommenheit nicht mehr zu begründenwir tasten mit dem Instincte alter Liebe und Bewunderungblind herum im Reich der Werthe, wir glauben beinahe,gut ist, was uns gefällt ... Es erweckt mein Miss-trauen, wenn ganz unschuldig Beethoven allerwärts alsClassiker bezeichnet wird: ich würde streng aufrechterhalten, dass man in anderen Künsten unter einemClassiker einen umgekehrten Typus, als der Beethovensist, begreift. Aber wenn gar noch die vollkommene undin die Augen springende Stil-Auflösung Wagners,sein sogenannter dramatischer Stil alsFortschritt, alsVorbild, alsMeisterschaft, alsFortschritt gelehrtund verehrt wird, so kommt meine Ungeduld auf ihren