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Und man hat ihn missverstanden! — Hat man ihnmissverstanden? . . Fünf Sechstel der modernen Künstlersind in seinem Falle. Wagner ist ihr Retter: fünfSechstel sind übrigens die „geringste Zahl“. Jedesmal,wo die Natur sich unerbittlich gezeigt hat und woandrerseits die Cultur ein Zufall, eine Tentative, einDilettantismus blieb, wendet sich jetzt der Künstler mitInstinct, was sage ich? mit Begeisterung an Wagner:„halb zog er ihn, halb sank er hin“, wie der Dichter sagt.
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Wir entbehren in der Musik einer Ästhetik, die denMusikern Gesetze aufzulegen verstünde und ein Gewissenschüfe; wir entbehren, was eine Folge davon ist, eineseigentlichen Kampfes um „Principien“ — denn alsMusiker lachen wir über die Herbart’schen Velleitätenauf diesem Gebiete ebenso sehr, als über die Schopen-hauer’s. Thatsächlich ergiebt -sich hieraus eine grosseSchwierigkeit: wir wissen die Begriffe „Muster“, „Meister-schaft“, „Vollkommenheit“ nicht mehr zu begründen —wir tasten mit dem Instincte alter Liebe und Bewunderungblind herum im Reich der Werthe, wir glauben beinahe,„gut ist, was uns gefällt“ ... Es erweckt mein Miss-trauen, wenn ganz unschuldig Beethoven allerwärts als„Classiker“ bezeichnet wird: ich würde streng aufrechterhalten, dass man in anderen Künsten unter einemClassiker einen umgekehrten Typus, als der Beethoven’sist, begreift. Aber wenn gar noch die vollkommene undin die Augen springende Stil-Auflösung Wagner’s,sein sogenannter dramatischer Stil als „Fortschritt“, als„Vorbild“, als „Meisterschaft“, als „Fortschritt“ gelehrtund verehrt wird, so kommt meine Ungeduld auf ihren