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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Man hat mit einem willkürlichen und in jedem Be-tracht zufälligen Wort, dem WortePessimismus, einenMissbrauch getrieben, der wie ein Contagium um sichgreift: man hat das Problem dabei übersehen, in demwir leben, das wir sind. Es handelt sich nicht darum,wer Recht hat, es fragt sich, wohin wir gehören, obzu den Verurtheilten, den Niedergangs-Gebilden . . .

Man hat zwei Denkweisen gegen einander gestellt,wie als ob sie miteinander über die Wahrheit zu streitenhätten: während sie beide nur Symptome von Zuständensind, während ihr Kampf das Vorhandensein eines car-dinalen Lebens-Problems und nicht eines Philosophen-Problems beweist. Wohin gehören wir?

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Haupt - Symptome des Pessimismus: diediners chez Magny; der russische Pessimismus (Tolstoi,Dostoiewsky); der ästhetische Pessimismus, lart pourlart,description (der romantische und der antiroman-tische Pessimismus); der erkenntnisstheoretische Pessimis-mus (Schopenhauer; der Phänomenalismus); der anar-chistische Pessimismus; dieReligion des Mitleids,buddhistische Vorbewegung; der Cultur - Pessimismus(Exotismus, Kosmopolitismus); der moralistische Pessi-mismus: ich selber.

Die Distractionen, die zeitweiligen Erlösungenvom Pessimismus: die grossen Kriege, die starkenMilitär-Organisationen, der Nationalismus; die Industrie-Concurrenz; die Wissenschaft; das Vergnügen.