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Man hat mit einem willkürlichen und in jedem Be-tracht zufälligen Wort, dem Worte „Pessimismus“, einenMissbrauch getrieben, der wie ein Contagium um sichgreift: man hat das Problem dabei übersehen, in demwir leben, das wir sind. Es handelt sich nicht darum,wer Recht hat, — es fragt sich, wohin wir gehören, obzu den Verurtheilten, den Niedergangs-Gebilden . . .
Man hat zwei Denkweisen gegen einander gestellt,wie als ob sie miteinander über die Wahrheit zu streitenhätten: während sie beide nur Symptome von Zuständensind, während ihr Kampf das Vorhandensein eines car-dinalen Lebens-Problems — und nicht eines Philosophen-Problems — beweist. Wohin gehören wir? —
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Haupt - Symptome des Pessimismus: — diediners chez Magny; der russische Pessimismus (Tolstoi,Dostoiewsky); der ästhetische Pessimismus, l’art pourl’art, „description“ (der romantische und der antiroman-tische Pessimismus); der erkenntnisstheoretische Pessimis-mus (Schopenhauer; der Phänomenalismus); der anar-chistische Pessimismus; die „Religion des Mitleids“,buddhistische Vorbewegung; der Cultur - Pessimismus(Exotismus, Kosmopolitismus); der moralistische Pessi-mismus: ich selber.
Die Distractionen, die zeitweiligen Erlösungenvom Pessimismus: — die grossen Kriege, die starkenMilitär-Organisationen, der Nationalismus; die Industrie-Concurrenz; die Wissenschaft; das Vergnügen.