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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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die stärksten antiprotestantischen Bewegungen nichtmehr als solche empfunden werden (zum Beispiel WagnersParsifal). Die ganze höhere Geistigkeit in Frankreich istkatholisch im Instinct; Bismarck hat begriffen, dass eseinen Protestantismus gar nicht mehr giebt.

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Der Protestantismus, jene geistig unreinliche undlangweilige Form der decadence, in der das Christenthumsich bisher im mediokren Norden zu conserviren gewussthat: als etwas Halbes und Complexes werthvoll für dieErkenntniss, insofern es Erfahrungen verschiedener Ord-nung und Herkunft in den gleichen Köpfen zusammen-brachte.

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Was hat der deutsche Geist aus dem Christenthumgemacht! Und dass ich beim Protestantismus stehenbleibe: wie viel Bier ist wieder in der protestantischenChristlichkeit! Ist eine geistig verdumpftere, faulere,gliederstreckendere Form des Christen - Glaubens nochdenkbar, als die eines deutschen Durchschnitts-Protestan-ten? . . . Das nenne ich mir ein bescheidnes Christen-thum! eine Homöopathie des Christenthums nenne ichs! Man erinnert mich daran, dass es heute auch einenunbescheidnen Protestantismus giebt, den der Hof-prediger und antisemitischen Speculanten: aber Niemandhat noch behauptet, dass irgend einGeist auf diesenGewässernschwebe ... Das ist bloss eine unanständigereForm der Christlichkeit, durchaus noch keine verstän-digere . . .