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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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über lange Zeitfernen hin, die Auswahl der Zustände undWerthungen, welche es machen, dass man über Jahr-hunderte der Zukunft verfügen kann das gerade istim höchsten Maasse antimodern. Woraus sich ergiebt,dass die desorganisirenden Principien unserem Zeit-alter den Charakter geben.

48.

Zur Charakteristik derModernität. Über-reichliche Entwicklung der Zwischengebilde;Verkümmerung der Typen; Abbruch der Tradi-tionen, Schulen; die Überherrschaft der Instincte(philosophisch vorbereitet: das Unbewusste mehr werth)nach eingetretener Schwächung der Willenskraft,des Wollens von Zweck und Mittel . . .

49.

Das Übergewicht der Händler und Zwischen-personen, auch im Geistigsten: der Litterat, derVer-treter, der Historiker (als Verquicker des Vergangenenund Gegenwärtigen), der Exotiker und Kosmopolit, dieZwischenpersonen zwischen Naturwissenschaft und Philo-sophie, die Semi-Theologen.

50 .

Die kritische Spannung: die Extreme kommen zumVorschein und Übergewicht. Niedergang des Pro-testantismus: theoretisch und historisch als Halbheitbegriffen. Thatsächliches Übergewicht des Katholicis-mus; das Gefühl des Protestantismus so erloschen, dass