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leisten, ist bloss die Folge davon: — man kann alsEinzelner die Schule nie nachholen.
Das, was eine Moral, ein Gesetzbuch schafft: dertiefe Instinct dafür, dass erst der Automatismus dieVollkommenheit möglich macht in Leben und Schaffen . . .
Aber jetzt haben wir den entgegengesetzten Punkterreicht, ja, wir haben ihn erreichen gewollt — dieextremste Bewusstheit, die Selbstdurchschauung desMenschen und der Geschichte: — damit sind wir prak-tisch am fernsten von der Vollkommenheit in Sein,Thun und Wollen: unsere Begierde, unser Wille selbstzur Erkenntniss ist ein Symptom einer ungeheuren de-cadence. Wir streben nach dem Gegentheil von Dem,was starke Rassen, starke Naturen wollen — dasBegreifen ist ein Ende . . .
Dass Wissenschaft möglich ist in diesem Sinne, wiesie heute geübt wird, ist der Beweis dafür, dass alleelementaren Instincte, Nothwehr- und Schutz-Instinctedes Lebens nicht mehr fungiren. Wir sammeln nichtmehr, wir verschwenden die Capitalien der Vorfahren,auch noch in der Art, wie wir erkennen —
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Was heute am tiefsten angegriffen ist, das ist derInstinct und der Wille der Tradition: alle Institutionen,die diesem Instinct ihre Herkunft verdanken, gehen demmodernen Geiste wider den Geschmack . . . Im Grundedenkt und thut man Nichts, was nicht den Zweck ver-folgte, diesen Sinn für Überlieferung mit den Wurzelnherauszureissen. Man nimmt die Tradition als Fatalität;man studirt sie, man erkennt sie an (als „Erblichkeit“ —),aber man will sie nicht. Die Anspannung eines Willens