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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Zeitungen, Formen, Geschmäcker, selbst Landschaften.Das Tempo dieser Einströmung ein Prestissimo; dieEindrücke wischen sich aus; man wehrt sich instinctiv,Etwas hereinzunehmen, tief zu nehmen, etwas zuver-dauen; Schwächung der Verdauungs-Kraft resultirtdaraus. Eine Art Anpassung an diese Überhäufungmit Eindrücken tritt ein: der Mensch verlernt zu agiren;er reagirt nur noch auf Erregungen von Aussen her.Er giebt seine Kraft aus theils in der Aneignung,theils in der Vertheidigung, theils in der Entgegnung.Tiefe Schwächung der Spontaneität: der Histo-riker, Kritiker, Analytiker, der Interpret, der Beobachter,der Sammler, der Leser, alles reactive Talente,alle Wissenschaft!

Künstliche Zurechtmachung seiner Natur zumSpiegel; interessirt, aber gleichsam bloss epidermal-interessirt; eine grundsätzliche Kühle, ein Gleichgewicht,eine festgehaltene niedere Temperatur dicht unter derdünnen Fläche, auf der es Wärme, Bewegung,Sturm,Wellenspiel giebt.

Gegensatz der äusseren Beweglichkeit zu einergewissen tiefen Schwere und Müdigkeit.

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Überarbeitung, Neugierde und Mitgefühl unseremodernen Laster.

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Weshalb Alles Schauspielerei wird. Demmodernen Menschen fehlt: der sichere Instinct (Folgeeiner langen gleichartigen Thätigkeitsform einerArt Mensch); die Unfähigkeit, etwas Vollkommnes zu