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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Autorschaft Gottes etwas Wahrscheinliches und Be-gründetes.

Romantik ä la Rousseau: die Leidenschaft, dieNatürlichkeit, die Fascination der Verrücktheit, diePöbel-Rancune als Richterin, die unsinnige Eitelkeit desSchwachen.

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Gegen Rousseau. Der Zustand der Natur istfurchtbar, der Mensch ist Raubthier, unsere Civilisationist ein unerhörter Triumph über diese Raubthier-Natur: so schloss Voltaire. Er empfand die Milderung,die Raffinements, die geistigen Freuden des civilisirtenZustandes; er verachtete die Bornirtheit, auch in derForm der Tugend; den Mangel an Delicatesse auch beiden Asketen und Mönchen.

Die moralische Verwerflichkeit des Menschenschien Rousseau zu präoccupiren; man kann mit denWortenungerecht,grausam am meisten die Instincteder Unterdrückten aufreizen, die sich sonst unter demBann des vetitum und der Ungnade befinden: sodassihr Gewissen ihnen die aufrührerischen Begierdenwiderräth. Diese Emancipatoren suchen vor AllemEins: ihrer Partei die grossen Accente und Attitüdender höheren Natur zu geben.

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Die Höhepunkte der Cultur und der Civilisationliegen auseinander: man soll sich über den abgründlichenAntagonismus von Cultur und Civilisation nicht irreführen lassen. Die grossen Momente der Cultur warenimmer, moralisch geredet, Zeiten der Corruption; und