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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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so ähnlich als möglich sehe. Das achtzehnte sucht durchdas Werk für den Autor zu interessiren. Das sieb-zehnte Jahrhundert sucht in der Kunst Kunst, ein StückCultur; das achtzehnte treibt mit der Kunst Propagandafür Reformen socialer und politischer Natur.

DieUtopie, derideale Mensch, die Natur-An-göttlichung, die Eitelkeit des Sich-in-Scene-setzens, dieUnterordnung unter die Propaganda socialer Ziele, dieCharlatanerie das haben wir vom achtzehnten Jahr-hundert.

Der Stil des siebzehnten Jahrhunderts: propre, exactet libre.

Das starke Individuum, sich selbst genügend odervor Gott in eifriger Bemühung und jene moderneAutoren-Zudringlichkeit und -Zuspringlichkeit das sindGegensätze.Sich-produciren damit vergleicheman die Gelehrten von Port-Royal.

Alfieri hatte einen Sinn für grossen Stil.

Der Hass gegen das Burleske (Würdelose), derMangel an Natur sinn gehört zum siebzehnten Jahr-hundert.

2 8.

Gegen Rousseau. Der Mensch ist leider nichtmehr böse genug; die Gegner Rousseaus, welche sagen:der Mensch ist ein Raubthier haben leider nicht Recht.Nicht die Verderbniss des Menschen, sondern seine Ver-zärtlichung und Vermoralisirung ist der Fluch. In derSphäre, welche von Rousseau am heftigsten bekämpftwurde, war gerade die relativ noch starke und wohl-gerathene Art Mensch ( die, welche noch die grossenAffecte ungebrochen hatte: Wille zur Macht, Wille zumGenuss, Wille und Vermögen zu commandiren). Man