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so ähnlich als möglich sehe. Das achtzehnte sucht durchdas Werk für den Autor zu interessiren. Das sieb-zehnte Jahrhundert sucht in der Kunst Kunst, ein StückCultur; das achtzehnte treibt mit der Kunst Propagandafür Reformen socialer und politischer Natur.
Die „Utopie“, der „ideale Mensch“, die Natur-An-göttlichung, die Eitelkeit des Sich-in-Scene-setzens, dieUnterordnung unter die Propaganda socialer Ziele, dieCharlatanerie — das haben wir vom achtzehnten Jahr-hundert.
Der Stil des siebzehnten Jahrhunderts: propre, exactet libre.
Das starke Individuum, sich selbst genügend odervor Gott in eifriger Bemühung — und jene moderneAutoren-Zudringlichkeit und -Zuspringlichkeit — das sindGegensätze. „Sich-produciren“ — damit vergleicheman die Gelehrten von Port-Royal.
Alfieri hatte einen Sinn für grossen Stil.
Der Hass gegen das Burleske (Würdelose), derMangel an Natur sinn gehört zum siebzehnten Jahr-hundert.
2 8.
Gegen Rousseau. — Der Mensch ist leider nichtmehr böse genug; die Gegner Rousseau’s, welche sagen:„der Mensch ist ein Raubthier“ haben leider nicht Recht.Nicht die Verderbniss des Menschen, sondern seine Ver-zärtlichung und Vermoralisirung ist der Fluch. In derSphäre, welche von Rousseau am heftigsten bekämpftwurde, war gerade die relativ noch starke und wohl-gerathene Art Mensch (— die, welche noch die grossenAffecte ungebrochen hatte: Wille zur Macht, Wille zumGenuss, Wille und Vermögen zu commandiren). Man