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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
Entstehung
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lution; unberührt von der griechischen Philosophie;Phantast des Pflichtbegriffs; Sensualist, mit dem Hinter-hang der dogmatischen Verwöhnung.

Die Rückbewegung auf Kant in unserem Jahr-hundert ist eine Rückbewegung zum achtzehntenJahrhundert: man will sich ein Recht wieder auf diealten Ideale und die alte Schwärmerei verschaffen,darum eine Erkenntnisstheorie, welcheGrenzen setzt,das heisst erlaubt, ein Jenseits der Vernunft nachBelieben anzusetzen ...

Die Denkweise Hegels ist von der Goetheschennicht sehr entfernt: man höre Goethe über Spinoza.Wille zur Vergöttlichung des Alls und des Lebens, umin seinem Anschauen und Ergründen Ruhe und Glückzu finden; Hegel sucht Vernunft überall, vor der Ver-nunft darf man sich ergeben und bescheiden. BeiGoethe eine Art von fast freudigem und vertrauen-dem Fatalismus, der nicht revoltirt, der nicht ermattet,

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der aus sich eine Totalität zu bilden sucht, im Glauben,dass erst in der Totalität Alles sich erlöst, als gut undgerechtfertigt erscheint.

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Das siebzehnte Jahrhundert leidet am Menschenwie an einer Summe von Widersprüchen (,,1amasde contradictions , der wir sind); es sucht den Menschenzu entdecken, zu ordnen, auszugraben: während dasachtzehnte Jahrhundert zu vergessen sucht, was man vonder Natur des Menschen weiss, um ihn an seine Utopieanzupassen.Oberflächlich, weich, human, schwärmtfürden Menschen

Das siebzehnte Jahrhundert sucht die Spuren desIndividuums auszuwischen, damit das Werk dem Leben