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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
Entstehung
Seite
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Die Werthe und deren Veränderung steht imVerhältniss zu dem Macht-Wachsthum des Werth-setzenden.

Das Maass von Unglauben, von zugelassenerFreiheit des Geistes als Ausdruck des Macht-wachsthums.

Nihilismus als Ideal der höchsten Mächtigkeitdes Geistes, des überreichsten Lebens: theils zerstörerisch,theils ironisch.

24.

Was ist ein Glaube? Wie entsteht er? JederGlaube ist ein Für-wahr-halten.

Die extremste Form des Nihilismus wäre die Ein-sicht: dass jeder Glaube, jedes Für-wahr-halten noth-wendig falsch ist: weil es eine wahre Welt gar nichtgiebt. Also: ein perspectivischer Schein, dessenHerkunft in uns liegt (insofern wir eine engere, ver-kürzte, vereinfachte Welt fortwährend nöthig haben).

Dass es das Maass der Kraft ist, wie sehr wiruns die Scheinbarkeit, die Nothwendigkeit der Lügeeingestehen können, ohne zu Grunde zu gehn.

Insofern könnte Nihilismus, als Leugnung einerwahrhaften Welt, eines Seins, eine göttliche Denk-