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Alles werth ist, zu Grunde zu gehen: man legt Hand an,man richtet zu Grunde . . . Dies ist, wenn man will,unlogisch: aber der Nihilist glaubt nicht an die Nöthi-gung, logisch zu sein ... Es ist der Zustand starkerGeister und Willen: und solchen ist es nicht möglich,bei dem Nein „des Urtheils“ stehen zu bleiben: — dasNein der That kommt aus ihrer Natur. Der Ver-Nichtsung durch das Urtheil secundirt die Ver-Nichtsungdurch die Hand.
21.
Der vollkommene Nihilist. — Das Auge desNihilisten idealisirt in’s Hässliche, übt Untreuegegen seine Erinnerungen —: es lässt sie fallen, sichentblättern; es schützt sie nicht gegen leichenblasseVerfärbungen, wie sie die Schwäche über Fernes undVergangenes giesst. Und was er gegen sich nicht übt,das übt er auch gegen die ganze Vergangenheit derMenschen nicht, — er lässt sie fallen.
22.
Zur Genesis des Nihilisten. — Man hat nur spätden Muth zu Dem, was man eigentlich weiss. Dass ichvon Grund aus bisher Nihilist gewesen bin, das habe ichmir erst seit Kurzem eingestanden: die Energie, dieNonchalance, mit der ich als Nihilist vorwärts gieng,täuschte mich über diese Grundthatsache. Wenn maneinem Ziele entgegengeht, so scheint es unmöglich, dass„die Ziellosigkeit an sich“ unser Glaubensgrundsatz ist.
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