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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Alles werth ist, zu Grunde zu gehen: man legt Hand an,man richtet zu Grunde . . . Dies ist, wenn man will,unlogisch: aber der Nihilist glaubt nicht an die Nöthi-gung, logisch zu sein ... Es ist der Zustand starkerGeister und Willen: und solchen ist es nicht möglich,bei dem Neindes Urtheils stehen zu bleiben: dasNein der That kommt aus ihrer Natur. Der Ver-Nichtsung durch das Urtheil secundirt die Ver-Nichtsungdurch die Hand.

21.

Der vollkommene Nihilist. Das Auge desNihilisten idealisirt ins Hässliche, übt Untreuegegen seine Erinnerungen: es lässt sie fallen, sichentblättern; es schützt sie nicht gegen leichenblasseVerfärbungen, wie sie die Schwäche über Fernes undVergangenes giesst. Und was er gegen sich nicht übt,das übt er auch gegen die ganze Vergangenheit derMenschen nicht, er lässt sie fallen.

22.

Zur Genesis des Nihilisten. Man hat nur spätden Muth zu Dem, was man eigentlich weiss. Dass ichvon Grund aus bisher Nihilist gewesen bin, das habe ichmir erst seit Kurzem eingestanden: die Energie, dieNonchalance, mit der ich als Nihilist vorwärts gieng,täuschte mich über diese Grundthatsache. Wenn maneinem Ziele entgegengeht, so scheint es unmöglich, dassdie Ziellosigkeit an sich unser Glaubensgrundsatz ist.

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