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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
Entstehung
Seite
34
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die Schwachen zu Entschlüssen treibt und ebenso dieStarken

19.

Tagebuch des Nihilisten. Der Schauder überdie entdeckteFalschheit.

Leer; kein Gedanke mehr; die starken Affecte umObjecte ohne Werth sich drehend: Zuschauer fürdiese absurden Regungen für und wider: überlegen,höhnisch, kalt gegen sich. Die stärksten Regungenerscheinen wie Verführer und Lügner: als ob wir anihre Objecte glauben sollten, als ob sie uns verführenwollten. Die stärkste Kraft weiss nicht mehr, wozu?Es ist Alles da, aber keine Zwecke. Der Atheismusals die Ideallosigkeit.

Phase des leidenschaftlichen Neins und Neinthuns:in ihm entladet sich die aufgespeicherte Begierde nachBejahung, nach Anbetung . . .

Phase der Verachtung selbst gegen das Nein . . .selbst gegen den Zweifel . . . selbst gegen die Ironie . . .selbst gegen die Verachtung . . .

Katastrophe: ob nicht die Lüge etwas Göttlichesist? ob nicht der Werth aller Dinge darin beruht, dasssie falsch sind? ... ob man nicht an Gott glauben sollte,nicht weil er nicht wahr ist, sondern weil er falsch ?ob nicht die Verzweiflung bloss die Folge eines Glaubensan die Gottheit der Wahrheit ist? ob nicht geradedas Lügen und Falschmachen (Umfälschen), das Sinn-Einlegen ein Werth, ein Sinn, ein Zweck ist? . . .

20.

Der Nihilismus ist nicht nur eine Betrachtsamkeitüber dasUmsonst!, und nicht nur der Glaube, dass