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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
Entstehung
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Entwicklung des Pessimismus zum Nihilismus.— Entnatürlichung der Werthe. Scholastik der Werthe.Die Werthe, losgelöst, idealistisch, statt das Thun zu be-herrschen und zu führen, wenden sich verurtheilendgegen das Thun.

Gegensätze eingelegt an Stelle der natürlichen Gradeund Ränge. Hass auf die Rangordnung. Die Gegen-sätze sind einem pöbelhaften Zeitalter gemäss, weil leichterfasslich.

Die verworfene Welt, angesichts einer künstlicherbauten „wahren, werthvollen“. — Endlich: man ent-deckt, aus welchem Material man die „wahre Welt“ ge-baut hat: und nun hat man nur die verworfene übrigund rechnet jene höchste Enttäuschung mit einauf das Conto ihrer Verwerflichkeit.

Damit ist der Nihilismus da: man hat die rich-tenden Werthe übrig behalten — und Nichts weiter!

Hier entsteht das Problem der Stärke und derSchwäche:

1) die Schwachen zerbrechen daran,

2) die Stärkeren zerstören, was nicht zerbricht,

3) die Stärksten überwinden die richtenden Werthe.

Das zusammen macht das tragische Zeit-alter aus.

16.

Zur Kritik des Pessimismus. — Das „Über-gewicht von Leid über Lust“ oder das Umgekehrte'(der Hedonismus): diese beiden Lehren sind selbst schonWegweiser zum Nihilismus . . .