3i
i5-
Entwicklung des Pessimismus zum Nihilismus.— Entnatürlichung der Werthe. Scholastik der Werthe.Die Werthe, losgelöst, idealistisch, statt das Thun zu be-herrschen und zu führen, wenden sich verurtheilendgegen das Thun.
Gegensätze eingelegt an Stelle der natürlichen Gradeund Ränge. Hass auf die Rangordnung. Die Gegen-sätze sind einem pöbelhaften Zeitalter gemäss, weil leichterfasslich.
Die verworfene Welt, angesichts einer künstlicherbauten „wahren, werthvollen“. — Endlich: man ent-deckt, aus welchem Material man die „wahre Welt“ ge-baut hat: und nun hat man nur die verworfene übrigund rechnet jene höchste Enttäuschung mit einauf das Conto ihrer Verwerflichkeit.
Damit ist der Nihilismus da: man hat die rich-tenden Werthe übrig behalten — und Nichts weiter!
Hier entsteht das Problem der Stärke und derSchwäche:
1) die Schwachen zerbrechen daran,
2) die Stärkeren zerstören, was nicht zerbricht,
3) die Stärksten überwinden die richtenden Werthe.
Das zusammen macht das tragische Zeit-alter aus.
16.
Zur Kritik des Pessimismus. — Das „Über-gewicht von Leid über Lust“ oder das Umgekehrte'(der Hedonismus): diese beiden Lehren sind selbst schonWegweiser zum Nihilismus . . .